Violin-Forum
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Autor Thema: Wie darf ich meine Geige per Flugzeug transportieren?  (Gelesen 2246 mal)
debbchan
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« am: 04. August 2008, 21:54:16 »

Grundsätzlich sollte man sich vor dem Flug bei der jeweiligen Airline persönlich informieren und sich keine Sorgen machen, denn:

Ihre Geige darf mitreisen!  Cheesy

Offiziell heißt es "Instrumente, die der Passagier problemlos aus seinem Schoß tragen kann, ohne dabei andere Passagiere zu belästigen, darf er als Handgepäck mit ins Flugzeug nehmen." Die Instrumente dürfen nur so groß sein, dass sie auch durch die Bord-Tür passen (wie logisch  Cool ) und für besonders teure Instrumente muss ein extra Sitzplatz gebucht werden. (Hier könnte man darüber diskutieren, wann ein Instrument BESONDERS teuer ist...)

Auf jedem Fall müssen Sie am Check-In Ihr Instrument anmelden. Oftmals wird der Koffer dann als "Freigepäck" gekennzeichnet, dann gibt es keine Probleme.

Bei der Lufthansa ist es zum Beispiel über die Größe und das Gewicht geregelt. "Ein Handgepäckstück darf nicht größer als 55x40x20 cm und nicht schwerer als 8 kg sein." Alles was größer ist, wird im Frachtraum transportiert. Allerdings gibt es besondere Konditionen, die je nach Fluglänge und Reiseziel variieren. Dies bezüglich wird man also ebenfalls gebeten, sich im voraus zu informieren.

Zur Aufgabe der Geige als Frachtgepäck: Lassen Sie Ihre Geige versichern!!! Fracht ist Fracht - genauso wie Koffer und Wäschesäcke vom Band auf die Luggage-Wagen geworfen werden, wird auch ein Geigenkoffer misshandelt. Socken und Unterhosen nehmen dabei natürlich keinen Schaden, aber bitte denken Sie an Ihre arme Geige. Und leider übernimmt bei weitem nicht jede Airline Haftung für den Schaden - was natürlich besonders bei Orchesterreisen ärgerlich ist, weil die Geige funktionieren muss, wenn man den Flieger verlässt! AirBerlin hat dafür extra einen Kundenservice eingerichtet und trägt den Schaden, nicht so die Lufthansa.

Kostenpunkt: Zwischen 20,- € und 45,- €!

Quellen

www.jat.com
Lufthansa
Lufthansa
Lufthansa
AirBerlin


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debbchan
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« Antworten #1 am: 04. August 2008, 21:54:38 »

Hier noch ein Erfahrungsbericht...

Ein Musiker musste sein Kontrabass als Fracht aufgeben, weil das Instrument natürlich nicht als Handgepäck zugelassen wurde.

Am Ziel angekommen stellte er fest, dass sein Kontrabass gelitten hatte. Gott sei Dank (!!!) hatte er den Koffer am Check-In mit einem Aufkleber "Fragile - Please, handle with care!" versehen, so konnte er dem Umschlagspersonal grobe Fahrlässigkeit vorwerfen und bekam den Schaden bezahlt.

Also, wenn Instrumente als Fracht aufgegeben werden müssen, dann als "zerbrechlich" kennzeichnen und notfalls versichern lassen!
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« Antworten #2 am: 04. August 2008, 21:55:20 »

Muss die Fluggesellschaft nicht so oder so haften, wenn sie etwas kaputt macht?

An dieser Stelle ein ausdrückliches NEIN!

Ein Beispiel, selber schon oft genug erlebt:

Mein Vater und ich reisen auf die Kanaren. Sein ganzer Stolz: Ein Aluminium-Koffer von Samsonite für ordentlich Asche. Mein ganzer Stolz: Eine neue Taucherbrille im Plastikkoffer...  :wink:

In Puerto Rosario angekommen stellt mein Vater fest, dass sein niegelnagelneuer Koffer totaaal verbeult ist - Wiederverkaufswert gleich Null.

Und was sagt das Flughafenpersonal dazu?
"Es ist allgemein bekannt, dass kein Umschlagspersonal dieser Welt die Koffer mit Samthandschuhen anfässt, weil eine derartige Handhabung zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Hätten sie den Koffer als zerbrechlich gekennzeichnet, dann wäre damit auch entsprechend umgegangen. Aber in diesem Fall muss ich Ihnen sagen, halten Sie sich an Ihre Tochter - Plastik-, Hartschalen- oder Stoffkoffer sollten nicht kaputt gehen und sind für unser Personal problemlos zu händeln. [...]"

Gleiches gilt für den Inhalt. Wenn man eine Glasvase im Koffer hat, brauch man sich nicht zu wundern, wenn sie bei der Ankunft nicht mehr heil ist. Genauso verhält es sich mit Geigen und anderen Instrumenten. Da sind die hemmungslos.

Desweiteren ist die Handhabung der Fracht nur selten Angelegenheit der Airline, sondern des Flughafens. Also schiebt man im Falle eines Schadens auch gerne die Schuld auf den anderen: "Dafür ist nicht unser Airport verantwortlich, das müssen die Kollegen in Hannover vebockt haben!"


Fazit: Kennzeichnen und/oder versichern lassen, kostet auch nicht die Welt, oder als Handgepäck mitnehmen... Dann erspart man sich eventuellen Ärger!
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« Antworten #3 am: 05. August 2008, 18:29:49 »

Ich hatte vor einiger Zeit hier etwas darüber geschrieben. Bei einem Geigenkasten geht es noch gerade eben, wenn man ihn mit in die Kabine nehmen möchte.

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« Antworten #4 am: 13. Oktober 2008, 23:10:05 »

Ich habe persönlich nie Probeme gehabt beim trnsport meiner Geige und hoffe schwer, dass das so bleibt. Da ich aber einige zeit in der Beschwerdeabteilung einer Fluglinie gearbeitet habe, weiß ich dass Fluglinien keineswegs irgendwelche Schäden an der Geige ersetzen.
Und mitnehmen darf man sie fast immer. Der Check in kann sich jedoch das recht vorbehalten das zu verweigern. So Geschehen im 10.August 06 in Hamburg. Der arme Mensch wollte nach längerem Aufenthalt wieder zurück nach Südamerika. Durfte er auch - seine Geige nicht.
gut das sind Extremsituationen, aber die kommen nunmal leider auch vor.
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JanaLu

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« Antworten #5 am: 19. Februar 2010, 22:30:48 »

Ich bin auf meinem Flug hierher nach Norwegen das erste Mal mit meiner Geige geflogen - mit Lufthansa.
Ich dachte auch erst, dass es nicht so einfach wird. Habe bei denen angerufen, um mich zu erkundigen und da hieß es (natürlich das gleiche, das auf der Homepage stand), dass das Instrument eben den Handgepäckbestimmungen/-maßen entsprechen muss, oder als Gepäck aufgegeben werden muss - was ich auf keinen Fall wollte!
Habe dann nach Erfahrungsberichten gegoogelt und es einfach probiert im Handgepäck.
Im Endeffekt hatte ich einen Rucksack, meine Geige und ne Jacke ganz ohne Probleme - das hat mich dann natürlich gefreut, denn sonst hätte ich sie zuhause gelassen.
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« Antworten #6 am: 23. Februar 2010, 14:37:54 »

neulich ham die mir tatsächlich in dubai  bei der zwischenlandung meine teure goldene nagelschere aus dem geigenkoffer geholt und entsorgt.  
« Letzte Änderung: 23. Februar 2010, 14:43:38 von virtuose » Gespeichert

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Dancla
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« Antworten #7 am: 23. Februar 2010, 16:09:26 »

neulich ham die mir tatsächlich in dubai  bei der zwischenlandung meine teure goldene nagelschere aus dem geigenkoffer geholt und entsorgt.  
Ich musste letztes Jahr eine in Stansted lassen, obgleich sie nicht teuer war, hat es mich geärgert.
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« Antworten #8 am: 23. Februar 2010, 20:15:39 »


neulich ham die mir tatsächlich in dubai  bei der zwischenlandung meine teure goldene nagelschere aus dem geigenkoffer geholt und entsorgt.  

Jetzt weißt Du auch, weshalb in Dubai so viel Gold über (und unter) den Ladentisch geht...  Grin
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« Antworten #9 am: 24. Februar 2010, 23:11:10 »

Und da hab ich noch so ne Schote:
Also Wochenendnoteinspringerbratschenmugge ist angesagt, billigflieger nach sonstwo Deutschland. Schwarz hab ich schon angezogen, schlafanzug, zahnzeugs und diverses in die Notentasche von meiner Riesenbratsche (42 cm) reingestopft. kein großes Gepäck, kein extra handgepäck, nur eine "aufgeblähte" Bratsche. Dann scanner in hamburg-Fuhlsbüttel. Fragende Blicke - getuschel- "machen Sie mal auf". Ich zeig dem also meine Bratsche und fang schon an denen zu erklären was der Unterschied zwischen Bratsche und Geige ist - dann "wir suchen was anderes, packen Sie da mal aus". Also ich rupf meine Ersatz unterhose und schlafnzug und sonstwas alles aus meiner Notentasche. Die Nagelschere ist es ja nicht, dachte ich, die hab ich ja schon Stadt Dubai für den Weiterbau der Inseln vor Ort gespendet, was also suchen die .?? dann plötzlich ein sicherer Griff des Beamten. Ihr glaubt es jetzt nicht: Der zeigt auf die ZAHNPASTATUBE!!! MACHEN SIE MAL AUF!  ICH- dreh dreh- er nimmt mir dann die Tube aus der Hand - riech riech, alles OK. schönen Flug.

Leute, Leute was hab ich gebrüllt .
(Dabei montiere ich den Plastiksprengstoff doch immer in meiner Zahnlücke )
« Letzte Änderung: 24. Februar 2010, 23:20:20 von virtuose » Gespeichert

Ein verirrter Passant in NY : "Wie gehts zur Carnegie Hall?" Antwort: "üben, üben üben......"
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