Violin-Forum
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Autor Thema: Isabelle Faust  (Gelesen 243 mal)
Dancla
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« am: 04. August 2008, 21:24:53 »

Im September 2007 habe ich Isabelle Faust Beethoven-Konzert spielen gehört und bin beeindruckt von so viel Geschmack und diffenrenzierter Auslegung. In der Regel kammermusikalisch zart, gelegentlich zupackend und immer weit differenziert spielend, hat sie bewiesen, dass sie zumindest zu den ersten Geigerinnen Deutschlands zählt.
Als Zugabe hat Frau Faust den dritten Satz aus Bachs C-Dur-Sonate gespielt, auch hier bewies sie Geschmack, Modulationsfähigkeit und - natürlich - eine beeindruckende Technik.

http://www.impresariat-simmenauer.de/main.php?l=bio&lang=de&byid=10026
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« Antworten #1 am: 17. Februar 2009, 14:36:55 »

Das Violinkonzert Beethovens  ist inzwischen auch als CD erschienen, mit Jiri Behovalek und der Prager Philharmonie (zusammen mit der Kreutzersonate). Ebenfalls bei der französischen Harmonia mundi und mit dem selben Dirigenten/orchester gibts auch die Violinkonzerte von Dvorak, Jolivet und seit ein paar Wochen Martinu (Nr.2). Die Konzerte werden immer mit einem Kammermusikwerk des gleichen Komponisten kombiniert. Die 'professionellen' Beurteilungen in den speziellen Musikzeitschriften sind in der Regel sehr positiv (nicht das die immer recht haben, aber hier gibt's wenig Zweifel).
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Dancla
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« Antworten #2 am: 17. Februar 2009, 15:24:19 »

Isabelle Faust ist zweifellos eine große Geigerin.
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« Antworten #3 am: 02. März 2010, 22:10:20 »

Seit einem Jahr Schweigen im Isabelle Faust thread. Höchste Zeit, um neues zu berichten. Isabelle Faust hat mit ihrem russichen Klavierpartner Melnikow alle Violinsonaten Beethovens aufgenommen. Ich habe ein paar davon im Radio gehört und einige live Konzertmitschnitte aus Köln. Wenn jemand die Absicht hat, sich die Beethoven'schen Violinsonaten zuzulegen, dann sollte er diese Aufnahme unbedingt berücksichtigen. Sie spielt ganz gewiss ganz oben mit, etwa in der Gersellschaft von Kremer-Argerich oder Perlmann-Ashkenazy. Die Interpretationen sind ungemein nuanciert, das Zusammenspiel perfekt, aber nie hat man das Gefühl perfektionistischer Kälte oder gesuchter intellektualistischer Künstlichkeit. Der Musik zuzuhören ist bei diesen Aufnahmen manchmal einfach beglückend. (Ich habe mich mit meinen Plädoyers für Patkop hier vielleicht verdächtig gemacht, aber auch diese Aufnahmen sind ein 'must' für den Geigenfreund. (Allerdings mache ich oft die Erfahrung, dass aktive Musiker gar nicht so viel Interesse haben, sich durch das Interpretationsspektrum der geigenliteratur hindurchzuhören. Sie brauchen die Zeit halt zum Üben. Meine Geiger dagegen liegt schon seit ein paar Jahrzehnten in einem erbarmenswürdigen Zustand im Kasten - mit dem Vorteil, dass ich und meine Mitmernschen mich nicht mehr Geige spielen hören).
Freundliche Grüsse
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Dancla
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« Antworten #4 am: 03. März 2010, 07:22:56 »

[...]Sie spielt ganz gewiss ganz oben mit, etwa in der Gersellschaft von Kremer-Argerich oder Perlmann-Ashkenazy. [...]
Zu /ganz oben/ gehören nach meiner Meinung in jedem Fall auch Szeryng und Haebler.
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« Antworten #5 am: 15. Mai 2010, 18:27:29 »

Schon wieder gibt es Neues von Isabelle Faust auf dem Scheibchenmarkt. Kaum hatte man Gelegenheit die (vorzüglichen) 10 Violinsonaten Beethovens zu hören, liegt schon die nächste Aufnahme in den Läden: die erste Hälfte der Bach'schen Sonaten und Partiten (wie immer bei Harmonia Mundi France, dem Label das fernab vom internationalen Musikbetrieb seinen Firmensitz auf einem Bauernhof in der Nähe von Arles hat).
Guarneri
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