Violin-Forum
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Autor Thema: Gehörschäden durch ständiges zu lautes Üben  (Gelesen 701 mal)
Tabea
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« am: 04. Februar 2010, 19:25:08 »

Ich wusste nicht recht, wo dieses Thema hinpasst, ... es kann also ruhig verschoben werden. Eigentlich sollte der Gesundheit eine extra Rubrik zur Verfügung stehen, wie der Instrumentenkunde vergleichsweise.

Gerade las ich einen interessanten Essay über Gehörschäden, verursacht durch zu lautes Klavierüben:

http://www.foppde.uteedgar-lins.de/c1iii10.html#c1iii10ungesund

Diese Gefahr besteht ja nun gerade auch bei der Geige. Leute wie ich, die aus Rücksicht (oder Scheu) viel mit dickem Gummidämpfer üben (wie Hoteldämpfer - aber aus Gummi) haben wahrscheinlich weniger das Risiko einen Gehörschaden (der unumkehrbar ist!!!) zu erleiden.

Ich bin ganz Ohr  wie denn ihr das so handhabt!!!!
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Dancla
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« Antworten #1 am: 04. Februar 2010, 20:47:55 »

Ich nehme meine zunehmende Schwerhörigkeit auf dem linken Ohr hin.
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Holleri du dödl di, diri diri dudl dö!
musica
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« Antworten #2 am: 04. Februar 2010, 23:48:15 »

meine Ohren werden nicht (nur) von meiner Geige geschädigt, nein, je nach dem wo wer  sitzt im Orchester, "trompetet" ,"posaunt", "hornt" und "paukt" der Kollege in den lautesten Tönen in die Ohren.  Zum grossen Glück habe ich immer schön brav geübt und kann in der ersten Geige vorne sitzen    da merke ich das weniger krass als ein Bratscher der nicht so viel übt und hinten sitzen muss! (in Anlehnung an den Bratschenwitz!)
Wir schützen uns immer bei grossen Werken mit ganzer Besetzung mit Hörschutz speziell für  jeden Musiker angefertigt.
Trotzdem gibt es bei uns ein paar, die schon Hörstürze duchlebt haben mit bleibenden Hoch/oder Tieftonverlust, die nun mit Hörgeräten arbeiten.
@ Dancla, nimm deinen Hörverlust doch nicht einfach so hin, du wirst dies je älter je mehr bereuen. Je länger man wartet , je schwieriger ist es für das Gehirn, wieder auf äussere Reize zu reagieren.
Es ist heutzutage keine Sache, eine Hörhilfe anzunehmen,auch als Musiker!

Ich finde zu diesem Thema diese Arbeit da sehr interessant
http://www.dr-holstein.de/pdf/Musikerkrankheiten%20bei%20%20hohen%20Streichern.pdf
« Letzte Änderung: 04. Februar 2010, 23:50:36 von musica » Gespeichert

"Musik liegt in der Luft - man nimmt sich einfach so viel wie man benötigt"       (E.Elgar)
Dancla
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« Antworten #3 am: 05. Februar 2010, 08:15:16 »

[...]
@ Dancla, nimm deinen Hörverlust doch nicht einfach so hin, du wirst dies je älter je mehr bereuen. [...]
Was soll ich denn machen? Ein Hörgerät tragen, mit Dämpfer üben?
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etrawgew
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« Antworten #4 am: 05. Februar 2010, 09:01:57 »

Noch habe ich durchs Violinspiel (spiele erst seit 21/2 Jahren !  ) keine Hörschäden!  Allerdings übe ich zwangsläufig - brave Mieterin - sehr oft mit dem Dämpfer aus Metall. Doch das ist auch nicht immer optimal.    Viel lieber würde ich viel öfter gerne laut spielen wollen, schon der Intonation wegen.    So hat alles immer auch  Vor- und Nachteile.  Undecided
Mit lieben Grüßen,
Etrawgew. Wink
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musica
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« Antworten #5 am: 05. Februar 2010, 12:14:54 »

@Dancla, ich würde, wenn ich merke dass mein Gehör nachlässt, wissen wollen, was die Ursache ist. Es kann eine Verkalkung der Knöchelchen sein, das heisst, es endet wie bei Beethoven.....oder aber nur altersbedingte Abnahme der meistens hohen Frequenzen, da würde ich Massnahmen wie eben ein Hörgerät prüfen.
Ich bin oft umgeben von älteren (alten) Menschen, die sich wegen der Schwerhörigkeit mit der Umgebung schwer tun. Dazu kommt, dass die Sehkraft auch noch nachlässt. So sitzt du dann mit 80 im Sessel, taub und blind und wartest auf das das eventuell kommt, oder nicht. Nein Dancla, das willst du doch nicht oder, da kannst du eben heute schon vorsorgen.
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Kameleon
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« Antworten #6 am: 05. Februar 2010, 15:18:26 »

Als Laienspieler möchte ich mir keinen kostspieligen Gehörschutz anschaffen. Ich spiele auch nicht im Orchester; ich brauche ich mich so gut wie nie vor nahe sitzenden Bläsern oder dergleichen schützen, sondern höchstens vor dem Schall meiner eigenen Geige, da ich gerade übe, wie man laut spielt. Ob es da wohl genügt, wenn ich nur ins linke Ohr einen Ohrstöpsel stecke? Ans linke Ohr gelangt der Geigenton ja am intensivsten, weil man die Geige ziemlich nah am linken Ohr hält?
« Letzte Änderung: 05. Februar 2010, 15:21:32 von Kameleon » Gespeichert

Der ungarische Wein ist ein sehr guter Wein.
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« Antworten #7 am: 11. März 2010, 10:53:20 »

Ich habe auch schon gelegentlich Ohropax im linken Ohr verwendet. Dadurch, dass ich die Geige dann leiser höre (meine ist wirklich sehr laut am Ohr), lange ich auch mit dem Bogen viel mehr rein. So entsteht als Nebeneffekt auch noch ein besserer Klang!  (Ich tendiere dazu, zu wenig reinzulangen und zu nah am oder gar über dem Griffbrett zu spielen, weil es da für mich am angenehmsten klingt - aber nicht für die Zuhörer...)
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Kameleon
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« Antworten #8 am: 11. März 2010, 11:24:06 »

Mittlerweile benutze ich zum laut spielen tatsächlich einen billigen Ohrstöpsel im linken Ohr.
Vorteile:
  • Es kreischt nicht so unangenehm im Ohr,
  • ich traue mich kräftiger reinzulangen,
  • bekomme wahrscheinlich einen ähnlichen Klangeindruck wie die Zuhörer und
  • höre die Mitspieler besser.
Nachteil: Wenn ich gleichzeitig singe, höre ich meinen eigenen Gesang zu laut.
« Letzte Änderung: 11. März 2010, 11:26:28 von Kameleon » Gespeichert

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« Antworten #9 am: 11. März 2010, 13:56:03 »

hallo Kameleon, kostspielig ist Gehörschutz wirklich nicht, einfache Varianten bekommst du schon für um die 30 euronen.

in einem anderen Post schreibst du, dass es kreischt in den Ohren. Passiert das bei bestimmten Frequenzen oder ist das lautstärkeabhängig bei dir?
Ich kenne das auch bei den hohen Tönen, deswegen finde ich Bratsche sooooooo angennehm :-)
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« Antworten #10 am: 12. März 2010, 09:37:43 »

Ja, die hohen Töne finde ich besonders unangenehm so nah am Ohr, wenn sie forciert gespielt werden.
Aber Bratsche wäre für mich nicht so gut, denn für den angestrebten Zweck sind laute, durchdringende Töne gerade richtig. Darum benutze ich halt einen Ohrstöpsel.
Du hast Recht: 30 Euro wären wohl erschwinglich. Aber wir haben zu Hause noch einfache Armee-Ohrstöpsel auf Vorrat. Die brauche ich die lieber erstmal auf, denn sie erfüllen den Zweck und kosten praktisch gar nichts, da sie ohnehin herumliegen und anderweitig nicht gebraucht werden.
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SMaus
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« Antworten #11 am: 12. März 2010, 10:19:29 »

Auf Vorrat auch noch? Hattest Du mit der Artillerie oder dem Musikkorps zu tun?  Grin
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virtuose


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« Antworten #12 am: 14. März 2010, 17:40:42 »

Manchmal wenn ich viel und laut geübt habe, pfeift meine Ohr noch ne Stunde nach. Ich mach mir manchmal auch so meine Gedanken... Schadet das nun oder nicht??  Gibt es Forschungen dazu??
Meine "wage" Theorie: wenn das Geigen Stressfrei ist (freiwilliges üben Grin) dann schadet es nicht. Ist Stress damit verbunden (nerviger Orchesterdienst mit viel zuviel proben.... ) dann schaltet das Ohr um auf "Rache". Ist meine Theorie richtig oder falsch?
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Ein verirrter Passant in NY : "Wie gehts zur Carnegie Hall?" Antwort: "üben, üben üben......"
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« Antworten #13 am: 14. März 2010, 17:52:07 »

Also Stress als Co-Faktor für Gehörschädigung ist auszuschließen. Jedenfalls, wenn es um die Gehörschädigung der in der Cochlea liegenden Zäpfchen geht.
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Sequi il tuo corso e lazia dir le genti.
cassia
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« Antworten #14 am: 14. März 2010, 18:09:03 »

Aber der Tinnitus soll ja auch Zeichen mangelnder Durchblutung sein, darum in Deutschland ja auch die achsobeliebte Hämodilutionstherapie. Oder eben gestörte Verarbeitung zerebral--dann hätte Stress Einfluss...
« Letzte Änderung: 14. März 2010, 18:10:51 von cassia » Gespeichert

"Das Licht am Ende des Tunnels ist oft nur eine sterbende Leuchtqualle." (W. Moers)
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